Kreis des Vertrauens und ehrlichen Mitteilens

Ich stelle in meiner Praxis einen Raum zur Verfügung, in dem Menschen – unabhängig von ihren Meinungen und Einstellungen zu den Themen, die diese schwierige Zeit für uns bestimmen – wieder miteinander ins echte direkte Gespräch kommen. Von Angesicht zu Angesicht. Gegen Isolation und Ängste, um Spaltung, Hass und Häme zu überwinden und wieder zueinander finden.

Es soll nicht ums Argumentieren und Überzeugen gehen, nicht um Kämpfen und Gewinnen, sondern ein sich wieder ehrlich und direkt begegnen und einen Unterschied erleben zu dem, womit wir sonst häufig in sozialen Medien und über das Fernsehen und Internet konfrontiert werden.

Jede Meinung und jedes Gefühl, das ehrlich mitgeteilt wird, hat hier seinen berechtigten Platz.

In meiner Rolle als Psychotherapeut werde ich einerseits Gastgeber sein, den Raum halten und auf die Einhaltung der Regeln achten und daher eine moderierende Funktion haben. Ich werde aber auch selbst Teil des Austausches sein.

 

Ablauf (Zeitrahmen ca. 90 Minuten):

Nach dem Eintrudeln fangen wir pünktlich 15 Minuten nach dem vereinbarten Termin gemeinsam an. Danach kann niemand mehr hinzukommen. Bitte um Verständnis, dies würde den Prozess unterbrechen.

Als erstes wird es eine kurze Runde „Ehrliches Mitteilen“ (Idee nach dem dt. Heilpraktiker für Psychotherapie Gopal Norbert Klein) geben. Dabei hat jede*r Teilnehmer*in je 5 Minuten Zeit ohne unterbrochen zu werden über seine im Hier & Jetzt aufkommenden Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken zu sprechen.

Wenn jede*r dran war, werden wir 5 Minuten in Stille sitzen (oder jede*r für sich gehen, springen, tanzen,…), ohne Worte.

Die restliche Zeit soll dem freien, offenen Mitteilen dienen. Hier darf und soll alles angesprochen werden, was einen gerade bewegt, insbesondere Ängste. Hier ein Beispiel für drei typische Ängste in Bezug auf Corona (es muss aber nicht immer nur um Corona gehen, und womöglich hast du ja auch ganz andere Ängste):

Dabei teilt jede*r ehrlich mit, was ihn/sie bewegt, berührt, ängstigt, antreibt usw.

Das Mitgeteilte wird von allen Zuhörern unbedingt gelten gelassen! Es geht wie gesagt nicht darum, in einen Wettstreit der Argumente zu verfallen, der üblicherweise damit endet, dass die Mehrheit der Gruppe (aus gruppendynamischen Gründen) „gewinnt“ und beim nächsten Termin Andersdenkende gar nicht mehr kommen. Das wäre das Gegenteil meiner Intention. Es geht nicht darum ein neues kleines Verschwörergrüppchen zu bilden und Andersdenkende wieder auszugrenzen. Das ist genau die spaltende Energie, die durch diese Gruppe überwunden werden soll.

Das Gesagte soll von allen Zuhörern verinnerlicht und aufgenommen werden. Gelten gelassen als Wahrheit im Gegenüber, im Anderen. Das schafft Vertrauen und mit Glück ein wenig Verbundenheit.

Stephen Porges beschreibt in seiner „Polyvagaltheorie“, dass es unserem menschlichen Nervensystem nur im vertrauensvollen Bezug zueinander gelingt uns wirklich sicher zu fühlen und zu entspannen. Miteinander und damit auch mit sich selbst in Frieden kommen.

Das soll das Ziel in dieser Gruppe sein. Ängste zu überwinden und im Andersdenkenden keinen bedrohlichen Feind zu sehen, sondern einen (mit)fühlenden Menschen, der genauso auf der Suche nach Sicherheit ist, wie du selbst.

Es ist erwünscht und ich würde mich freuen, wenn jede*r der/die mag, selbst so eine Gruppe ins Leben ruft, um einen gesamt-gesellschaftlichen Prozess der Versöhnung in Gang zu setzen.

 

Anmeldung, Organisation und Austausch:

Telegram Kanal: t.me/recartunis 

oder direkt über mich per Mail, SMS oder Anruf (->Kontakt)

Start: Jänner 2022

Ort: Psychotherapeutische Praxis in Almersberg (wann immer möglich finden die Treffen im Freien statt)

Unkostenbeitrag (für Tee, Kaffe, Moderation, Feuerholz und Räumlichkeiten): € 10,- pro Person pro Termin

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